Wahlprogramm der SPD-Edewecht zur Gemeinderatswahl am 10.September 2006
Für die nächsten fünf Jahre haben wir uns einiges vorgenommen.
Wir wollen die Weiterentwicklung zu einer Gemeinde, die sich auszeichnet durch besondere
Bürger- und Familienfreundlichkeit
In unserer Gegenwart liegen die Grundlagen für diese Entwicklung:
Wir haben heute gute Grundlagen:
- viele junge Familien und dem zu Folge viele Kinder
- eine große Zahl aktiver Vereine, mit vielen Angeboten, die ein lebendiges Miteinander der Bürger gestalten
- viele Arbeitsplätze in den Betrieben der Gemeinde
- eine gesunde und erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung
- gesunde Gemeindefinanzen
- im Vergleich mit anderen Gemeinden niedrige Gemeindesteuern und Gebühren
Wir wollen erreichen, dass unsere Bürger gerne in der Gemeinde Edewecht wohnen!
Wir von der Edewechter SPD haben aktiv daran mitgewirkt, dass dies heute so ist. Die in den vergangenen Jahren durch Zuzug rasch gewachsene Bevölkerung zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Jetzt kommt es darauf an, das Erreichte zu sichern und zu verbessern, wo es nötig ist!
Wir wollen, dass die Gemeinde sich zukünftig auszeichnet als besonders bürger- und familienfreundliche Gemeinde. Alle sollen teilhaben können. Keine Familien, Kinder und Mitbürger sollen wegen niedriger Einkommen ausgeschlossen sein.
Wir von der SPD wollen:
- günstiges Bauland für Menschen, die in der Gemeinde wohnen wollen, besonders für Familien mit Kindern.
Die Grundstückspreise müssen bezahlbar bleiben, damit eine Chance auf das eigene Haus besteht. Die Gemeinde kann wie schon in der Vergangenheit dafür sorgen, dass Bauflächen in den Ortschaften ausgewiesen werden und regulierend in die Preisgestaltung eingreifen
- dass Flächen für die Ansiedlung von mittelständischen Betrieben ausgewiesen werden. Möglichst viele Edewechter sollen ihren Arbeitsplatz in der Gemeinde finden
Besonders wichtig ist, dass Arbeitsplätze ortsnah und schnell erreichbar sind. In vielen Familien reicht das Einkommen nur eines Elternteils für den Unterhalt der Familie oft nicht mehr aus. Und wir wollen die Ansiedlung mittelständischer Betriebe, weil diese Arbeitsplätze und Lehrstellen anbieten.
- eine Infrastruktur in Handel, Gewerbe und Dienstleistungen, die den Anforderungen der Kunden entspricht.
Wir brauchen nicht mehr Supermärkte, sondern Geschäfte, die Lücken im Angebot füllen. Dazu gehört, dass die Gemeinde eine Ortsplanung entwickelt, die den Unternehmern Standortsicherheit gibt. Gegenwärtig stehen an der Edewechter Hauptstraße zu viele Geschäfte leer.
- dass für unsere Kinder Betreuungsangebote vorhanden sind. Dazu gehören Tagesmütter, Kindertagestätten, Kinderkrippen und Kindergärten. Jedes Kind soll einen Platz bekommen können, der schnell und in der Nähe zu erreichen ist
Die Betreuungszeiten der Kindergärten sollen nach den Elternwünschen gestaltet werden. Die Kosten für einen Platz im Kindergarten müssen bezahlbar sein. Es darf nicht vorkommen, dass Eltern ihr Kind nicht zum Kindergarten schicken, weil sie die Beiträge nicht bezahlen können. Wir greifen die Forderung der SPD-Landtagsfraktion auf, dass ein Kindergartenjahr für die Eltern kostenfrei sein soll. Das Land Niedersachsen soll den Gemeinden die Einnahmeausfälle erstatten.
- ein vollständiges wohnortnahes Schulangebot in unserer Gemeinde.
Wir wollen alle Schulformen anbieten, von der Förderschule, Grundschule, Hauptschule und Realschule bis zum Gymnasium. Mit der Planung des Gymnasiums sind wir diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen.
Wir unterstützen die Forderung der SPD Landtagsfraktion, die Durchlässigkeit von einer Schulform zur anderen zu verbessern.
Damit unsere Kinder ein optimales Schulangebot erhalten, befürworten wir die Einrichtung von Ganztagsunterricht an jeder Schule, an der sich die Elternschaft und die Lehrer dafür entscheiden. Die CDU/FDP Landesregierung muss in der Lehrerversorgung der Ganztagsschulen allerdings noch tüchtig zulegen, damit das Ganztagsangebot keine Mogelpackung ist.
- dass Familien mit Kindern bei den Gebühren und Eintrittspreisen, z. B. für Kindergärten. Hallenbad und Freibad, Kreisvolkshochschule, Kreismusikschule, Vergünstigungen erhalten.
Wir werden in der Gemeinde und im Landkreis überprüfen, ob die vorhandenen Regelungen ausreichend sind. Neben der allgemeinen Vereinsförderung wollen wir die Vereine besonders unterstützen, die sich um die Jugend bemühen und eine aktive Jugendarbeit betreiben. Für das Hallen- und Freibad wollen wir den Bau eines Planschbeckens für die ganz Kleinen.
- in der Ortsplanung wie bisher auf die Wünsche der Bürger Rücksicht nehmen.
Es gibt zahlreiche Wünsche einer attraktiveren Gestaltung des Ortes Edewecht und der Verkehrssicherheit auf den Straßen und Wegen. Die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer, Kinder, Radfahrer, Fußgänger muss bei den Planungen sorgfältig beachtet werden. Wir setzen uns für die Beteiligung der Bürger an den Planungen der Gemeinde ein. Immer mehr müssen die besonderen Bedürfnisse von älteren und beeinträchtigten Bürgern berücksichtigt werden.
- dass die ärztliche Versorgung sicher gestellt bleibt
und die Öffnungszeiten der Apotheken an den Wochenenden geregelt wird, so dass Mitbürger nicht nicht nach außerhalb fahren müssen und endlich ein Augenarzt sich in der Gemeinde niederlässt.
- ein Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr mit einem Anrufbus im ganzen Landkreis Ammerland.
Damit können wir die teilweise unzureichende Linienführung im Landkreis ausgleichen. Allerdings muss solch eine Einrichtung finanzierbar sein.
- Freizeitangebote für Jugendliche, die sich nicht in Vereinen engagieren wollen.
Die Jugendarbeit der Gemeinde ist in den vergangenen Jahren bereits erheblich verbessert worden. Wir wollen Anregungen, die aus den Ortschaften kommen unterstützen und auf diese Weise ein flächendeckendes Angebot schaffen.
- eine gesunde Umwelt fördern.
Wir treten dafür ein, private Vorhaben zur Verbesserung unserer Umwelt wie bisher zu unterstützen. Wir wünschen uns zahlreiche Initiativen aus allen Teilen der Gemeinde.
Dazu gehört auch, dass in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Wanderwege für Radfahrer und Fußgänger eingerichtet, ausgeschildert und gepflegt werden. Diese Wanderwege sollen mit Informationsangeboten, z. B. Hinweistafeln auf Moor oder Wald ausgestattet werden. Notwendig ist eine aktuelle Gemeindekarte mit allen Wander- und Radwegen.






















